
Wer es dann doch etwas belebter haben möchte, fährt nach Alanya. Sie liegt im Süden von Alanya. Mit seinen knapp 400.000 Einwohnern ist Antalya nicht die größte Stadt der Türkei, aber einer der meist besuchten Badeorte der türkischen Riviera. Die Anfänge von Alanya gehen ebenfalls auf die Antike zurück. Die erste kleine stadtartige Siedlung wurde auf einen in die Bucht hinaus ragenden Felsvorsprung errichtet. Damit verbunden ist auch eines der Attraktionen Alanyas. Die alte Burganlage mit ihren über hundert Türmen und der 6,5 Kilometer langen Mauer ist ein beeindruckender Beweis für die überragende Architekturkunst des orientalischen Mittelalters. Im äußersten Bereich finden sich der berühmte Rote Turm und die Werft der seldschukischen Seefahrer. Der Rote Turm entstand im 13. Jahrhundert ebenfalls unter den Seldschuken. Den Namen verdankt das Gebäude seinen roten Backsteinen, aus denen der größte Teil des Turms besteht. Der Turm ist insgesamt an die 34 Meter hoch und hat einen achteckigen Grundriss. Die Seldschuken und auch alle anderen Stadtherren nutzen den Turm, um schon aus weiter Ferne Feinde über den Seeweg erspähen und bekämpfen zu können. Zusammen mit der Werft bildete Alanya so einen perfekten Ort für die marine Kriegsführung. Die Werft beeindruckt vor allem durch ihre in den Fels gehauenen Gänge. Vom Wasser aus erkennt man lediglich die 5 Bogen überzogenen Ausfahrten für die einstigen seldschukischen Kriegsschiffe. Im Innersten der Burgmauer findet man die ebenfalls unter Touristen sehr beliebte Süleymaniye Moschee. Den Kern der Anlage wird aus der Zitadelle gebildet, zusammen mit dem Sultanpalast und Militärbaracken. Die Damlatas- Tropfsteinhöhlen sind zu guter Letzt eines der Höhepunkte von Alanya.