Um eine weitere Stadt an der Südküste zu sehen sollte man sich Izmir nicht entgehen lassen, welche weiter im Westen liegt. Diese Stadt bietet ebenfalls alles was ein Badeurlaub braucht – Sonne, Strand und Meer. Von dort geht es nördlich weiter nach Pergamon, wo man die berühmte Akropolis betrachten kann.
Um diese kleine Rundreise fortzusetzen, begibt man sich am besten nach Smyrna, welches wie kaum eine andere Stadt durch ihr antikes Antlitz besticht. Nach dem Besuch in Ankara sollte man sich nach Osten orientieren und die Städte Delice und Sungurlu besuchen, sie offenbaren einem einen unglaublichen Einblick in die Vorgeschichte der Türkei, vor allem in die Zeit der Hethiter. Man findet nahe Sungurlu auch viele antike Sakralbauten und die gesamte Anlage bildet eine Art offenes Beschauungsgebiet. Eine der wohl schönsten Seiten, die ein Museum von sich zeigen kann.
Ein weiteres ungewöhnliches Naturschauspiel bietet sich in Kappadokien, genauer bei Nevsehir. Man findet hier die in den Tuffstein gehauenen Höhlen und teilweise sogar gesamten Gotteshäusern. Wer dies einmal gesehen hat, vergisst auf keinen Fall das Bild der aus den Bergen ragenden Siedlungen. Der bleibende Eindruck wird noch stärker, wenn man sich in dieser Umgebung den Sonnenuntergang ansieht.
Für einen Tag in Kleinasien fährt man am besten weiter nach Konya. Dort kann man eine der umfangreichsten Anordnungen von altosmanischen und seldschukischen Bauwerken bestaunen. Auch gibt es hier eine grüne Oase zu besichtigen und das Museum über die Derwische. Die Derwische sind eine Gruppe strenger islamischer Gläubiger. Weltbekannt sind sie durch ihre rotierenden Tänze, mit denen sie sich derartig in Trance versetzen, dass sie teilweise als vollkommen abwesend scheinen. Der Lebensstil dieses muslimischen Ordens ist sehr abstinent. Fast komplette Enthaltsamkeit ist eine ihrer Leitlinien. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie als Bettler oder als gering verdienende Leute in einfachen Handwerken, zum Beispiel als Fischer.

Um mit dem Gott im Islam, Allah, in Kontakt zu kommen, wird der schon besagte Trancetanz durchgeführt. Jedoch wird er nur von einigen ausgewählten Glaubensgruppen vollführt, wie zum Beispiel den Mevlevi. Andere Ordensgemeinschaften (Rifais) praktizieren beispielsweise körperliche Qualen wie etwa das Durchbohren der Wangenhaut mit Spießen, um so die höchste Form des Glaubens zu erlangen. Die in Südasien vom Hinduismus beeinflussten Orden gehen den Weg der stillen Meditation, wie die Naqschbandi. Die einzelnen Orden unterscheiden sich nicht nur in ihrer Art und Weise der Glaubensausübung, sondern sie grenzen sich auch voneinander ab, indem sie unterschiedliche Gewänder tragen mit individuellen Mustern, Schnitten und Farbgebungen.
Nach dem Aufenthalt in Konya geht es weiter in nördlicher Richtung weiter über Dinar und Denizli nach Pammukkale. Hier finden sich Ruinen von antiken Thermen und Badehäusern, welche teilweise noch aus der Zeit der Ägypter stammen. Man kann hier auf den Spuren Kleopatras wandeln und sich herrlich in den warmen Mineralquellen entspannen.
Ephesos sollten sich alle diejenigen nicht entgehen lassen, die sich besonders für die Zeit der griechischen Präsenz in der Türkei interessieren. Die Fundamente und Stadtreste lassen einen guten Einblick auf die frühen Anfänge der türkischen Hochkultur zu.
Zum Ausgangspunkt der Tour nach Izmir gelangt man über einige Strandbäder zurück.